Peter KALINOWSKI: Als Philosoph und Künstler erforscht er die Prinzipien von Körperbewegung und die damit verbundenen leib-seelischen Prozesse. Sein Studium der Philosophie und die von ihm verfaßten Schriften über das Wesen der Kunst als Prozeß ebnen den Weg zu der von ihm unter dem Titel Körperpräsenz entwickelten Grundlagenschulung einer energievollen Körperbewegung.

Seine konventionelle Karate-Ausbildung absolvierte Kalinowski bei maßgebenden Instruktoren der JKA und schloß diese mit der Internationalen Karate-Instructor-Lizenz ab. Mitte der 80er-Jahre gründete er die Initiative KarateKunst e.V. und später das Akademische KarateForum Deutschland e.V.. Danach vertrat er die JKA-Linie um T. Asai als Chief Instructor für Deutschland und gründete schließlich Ende der 90er-Jahre den Shotokai Karate Deutschland e.V. (SKD). All diesen Aktivitäten lag und liegt die Intention zugrunde, zur Modernisierung des Karate beizutragen, dies aber gerade basierend auf den ursprünglichen ethischen Prinzipien, besonders auf dem Grundsatz des Ni Sente Nashi (keine Angriffsabsicht).
Kalinowski spricht daher ausdrücklich von VERTEIDIGUNGSKARATE und nennt sein Kumite-Konzept: “Karate als VerteidigungsKunst“.

Nach Kalinowski sollen die Karate-Bewegungen möglichst weich und flüssig gestaltet sein und im Kumite primär die Energie des Angreifers für die eigene Verteidigung genutzt werden. Diesem Grundgedanken folgend ist sein Unterricht vorrangig am Studium des Energieflusses der Bewegung ausgerichtet und weniger an Vorschriften über die Ausführung von "Bewegungstechniken". Der grundsätzliche Unterschied zu der im "harten" Shotokan bestimmenden Auffassung eines Endpunkt-zentrierten "Kime" ist der Leitgedanke einer das Ziel durchdringenden ungebremsten Energie-Entfaltung, den Kalinowski zu einem schlüssigen Verteidigungskonzept weiterentwickelt hat.